Magnesium zählt zu den zentralen Mineralstoffen im Pferdeorganismus – und ist vor allem für ein entspanntes, leistungsbereites Muskulatur- und Nervensystem essenziell.
Warum brauchen Pferde Magnesium?
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt ist und eine zentrale Rolle für den Elektrolythaushalt von Pferden einnimmt. Besonders in der Muskel- und Nervenfunktion spielt er eine Schlüsselrolle: Er sorgt dafür, dass sich Muskeln nach der Anspannung wieder entspannen können, und unterstützt die stabile Weiterleitung von Nervenimpulsen. Pferde, die zu Nervosität, Verspannungen oder Muskelzittern neigen, profitieren häufig von einer gezielten Magnesiumergänzung. Da der Körper Magnesium nicht speichern kann, sollte es regelmäßig über das Futter zugeführt werden – insbesondere bei Sportpferden, nervösen Pferden und Tieren im Training.
Zentral für Muskulatur und Nerven
Magnesium wirkt vor allem im Zusammenspiel mit Calcium, Phosphor und Vitamin E. Es unterstützt:
- das An- und Entspannen der Muskulatur,
- die Funktion von Herz- und Darmmuskulatur,
- und die Reizleitung zwischen Nerven und Muskeln.
Fehlt Magnesium über längere Zeit, kann das Pferd Symptome wie Muskelverspannungen, Steifheit, Taktfehler oder Schreckhaftigkeit zeigen. Auch Stresssituationen – etwa Transport, Training oder Fellwechsel – erhöhen den Bedarf deutlich. Fachliche Untersuchungen zeigen, dass ein stabiler Magnesiumspiegel die Reizweiterleitung im Nervensystem verbessert und Muskelverhärtungen vorbeugen kann.
Anzeichen für Magnesiummangel beim Pferd
Ein Mangel macht sich häufig durch:
- Nervosität oder Reizbarkeit,
- Muskelzittern oder Verspannungen,
- Leistungsschwäche trotz gutem Futterzustand,
- oder plötzliche Schreckhaftigkeit bemerkbar.
Bei längerem Defizit kann die Muskelkoordination beeinträchtigt werden. Eine ausgewogene Magnesiumversorgung trägt somit entscheidend zur Entspannung, Leistungsbereitschaft und allgemeinen Ausgeglichenheit bei.
Fütterung und Dosierung
Der Magnesiumbedarf eines ausgewachsenen Pferdes liegt – je nach Gewicht und Belastung – zwischen 7 und 12 Gramm pro Tag. Da der natürliche Gehalt in Heu und Weidegras schwankt, ist bei hoher Belastung oder erhöhter Erregbarkeit eine gezielte Ergänzung empfehlenswert. In hochwertigen Ergänzungsfuttermitteln kommen häufig Magnesiumoxid, Magnesiumcitrat oder Magnesiumaspartat zum Einsatz, denn organisch gebundene Formen werden in der Regel besonders gut aufgenommen.
Unser Fazit zur Fütterung von Magnesium
Magnesium ist unverzichtbar für einen gesunden Muskelstoffwechsel und stabile Nerven. Eine ausreichende Versorgung hilft, Verspannungen vorzubeugen, die Leistungsfähigkeit zu unterstützen und das Pferd gelassener zu machen – auf natürliche Weise und ohne Nebenwirkungen.